Sechs Abschlussveranstaltungen: die Islamberatung im DACH-Raum präsentiert ihre Ergebnisse

06.04.2026

Sechs Abschlussveranstaltungen: die Islamberatung im DACH-Raum präsentiert ihre Ergebnisse

Seit März 2024 läuft das Projekt „Brückenbauen in der Kommune – Muslimische Teilhabe und gesellschaftliches Zusammenleben im DACH-Raum“ – mit großzügiger Förderung der Robert Bosch Stiftung – in ausgewählten Kommunen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Folgende Kommunen nehmen daran teil: Augsburg, Basel, Dornbirn, Salzburg, Schaffhausen und Stuttgart. Die Kommunen wurden beratend begleitet und dabei unterstützt, ein Projekt mit muslimischen Akteur:innen in der eigenen Stadt zu planen und zu umsetzen.

Seit Anfang 2026 münden die Prozesse in den sechs Kommunen in Abschlussveranstaltungen vor Ort. Dabei werden die jeweiligen Projekte und die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit den verschiedenen kommunalen und muslimischen Partner:innen präsentiert.

Augsburg:
Am 30. Januar 2026 machte Augsburg den Auftakt der Abschlussveranstaltungen. Dort wurde – begleitet von der Islamberatung und dem Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg – ein örtlicher Sozialdienst muslimischer Frauen (SmF) gegründet. Die gut besuchte Abendveranstaltung im Kleinen Goldenen Saal stand unter dem Titel „Wir alle sind Augsburg – Muslimische Frauen aktiv und engagiert in der Friedensstadt“. Für ein Grußwort kam der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Karl Straub nach Augsburg.

Ein Höhepunkt war die Präsentation des im Juli 2025 gegründeten SmF Augsburg, der nicht nur die eigene vielfältige Arbeit vorstellte, sondern anhand persönlicher Geschichten auch aufzeigte, welche Beiträge die oft übersehenen muslimischen Frauen für die Gesellschaft leisten. Darum ging es anschließend auch bei der von Dr. Margret Spohn, Leiterin des Büros für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg, moderierten Podiumsdiskussion. Martina Wild, Bürgermeisterin und Referentin für Bildung und Migration der Stadt Augsburg, berichtete über ihre Erfahrungen aus Augsburg, während, Ayten Kiliçarslan, geschäftsführende Vorsitzende des SmF-Bundesverbands, ihren Blick auf verschiedenen SmF-Standorte in Deutschland einbrachte. Ebenfalls auf dem Podium vertreten waren Prof. Dr. Elisabeth Naurath, Professorin für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Universität Augsburg und Dr. Hussein Hamdan, der seine Erfahrungen mit dem Vorhaben in Augsburg in den Kontext der Islamberatung im DACH-Raum stellte.

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Abschlussveranstaltung Augsburg

Salzburg
Als Abschlussveranstaltung organisierte die Stadt Salzburg vom 1. bis 7. Februar 2026 eine vielfältige Islamwoche. Beteiligt waren Dr. Hussein Hamdan und Tim Florian Siegmund (Islamberatung im DACH-Raum) gemeinsam mit Ulrike Stefflbauer (Team Vielfalt der Stadt Salzburg), Matthias Hohla (Erzdiözese Salzburg) und der Islamischen Glaubensgemeinde Salzburg.

Die Woche begann mit einem Friedensgebet der Religionen im Innenhof von Schloss Mirabell, an dem zahlreiche Vertreter:innen der Stadtgesellschaft teilnahmen. Ein christlich-muslimischer Jugenddialog leitete zum historischen Schwerpunkt über: Im Stadtarchiv referierte Ass. Prof. MMag. Dr. Astrid Mattes (Universität Wien) über die Geschichte von Muslim:innen in Österreich von den Anfängen bis heute.

Praktisch wurde es beim Workshop zur Islamischen Kalligraphie mit Prof. Mag.a Zehra Elibol (Islamische Fachschule für soziale Bildung Wien), die Kunstform und spirituelle Bedeutung vorstellte. Ein Höhepunkt war die Podiumsdiskussion „Muslim:innen in Salzburg“ in der TriBühne Lehen. Volker Nüske (Robert Bosch Stiftung) erläuterte die Förderung des Projekts, Matthias Hohla sprach über 50 Jahre muslimisches Leben in Salzburg, und Seid Memić präsentierte eine neue Moscheebroschüre.

Auf dem von Dr. Josef Mautner moderierten Podium betonten Andrea Brandner, Ahmet Yilmaz, Matthias Hohla und Dr. Hussein Hamdan die Zugehörigkeit von Muslim:innen zu Salzburg und diskutierten Herausforderungen sowie Zukunftsperspektiven.

Weitere Programmpunkte waren ein Sufismus-Workshop mit Gernot Stanfel (KPH Wien/Niederösterreich), sein Comedy-Abend „Talking Fez wirklich live“, ein Fachworkshop zu islamistischer Radikalisierung und Prävention mit Mathieu Coquelin (FEX Baden-Württemberg) sowie zum Abschluss ein Frauenfrühstück in drei Salzburger Moscheegemeinden.

Der ORF berichtete über die Islamwoche, den Beitrag können Sie hier nachlesen.

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Basel
Am 12. Februar 2026 fand im Kanton Basel Stadt in der Markthalle die Abschlussveranstaltung und der Launch der Broschüre «Muslimisch Leben in Basel» - mit einer Präsentation und Diskussion vor 100 Gästen statt.

Im Rahmen der Zusammenarbeit entstand die Broschüre „Muslimisch leben in Basel“, die Anliegen der muslimischen Bevölkerung benennt. Die beiden Autorinnen Beyza Nur Bal und Zeynep Karatekin von der Basler Muslim Kommission (BMK) stellten zentrale Ergebnisse daraus vor.

Auf dem von Karima Zehnder moderierten Podium diskutierten Barbara Heer (Grossrätin Basel-Stadt), Marc Schinzel (Landrat Basel-Landschaft), Yavuz Tasoglu (BMK), Dr. Hussein Hamdan (Eugen-Biser-Stiftung) und PD Dr. Claudia Hoffmann (Religionskoordinatorin Kanton Basel-Stadt).

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Schaffhausen
Am23. März 2026 fand in der Stadt Schaffhausen die Abschlussveranstaltung statt. Zahlreiche Vertreter:innen aus der Schaffhauser Zivilgesellschaft kamen zur Konferenz „Muslimisches Leben in Schaffhausen“ in die Rathauslaube.

Rafaela Estermann von IRAS COTIS führte als Moderatorin durch den gesamten Abend und moderierte auch die Podiumsdiskussion. Zu Beginn hielt Marcel Montanari, Regierungsrat des Kantons Schaffhausen, ein Grußwort. Für die Robert Bosch Stiftung, die das Projekt fördert, kam Volker Nüske nach Schaffhausen und begrüßte die Teilnehmer:innen. Projektkoordinator Tim Florian Siegmund stellte das Projekt Islamberatung im DACH-Raum vor.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Integrationsfachstelle für die Region Schaffhausen sowie dem Türkisch-Islamischen Verein und der albanischen Islamischen Gemeinschaft Mekka entstand die Broschüre „Muslimisches Leben in Schaffhausen“, die Anliegen der muslimischen Bevölkerung benennt. 

Bettina Bussinger von Integres, Elif Keles und Besa Ismaili präsentierten das Projekt vor Ort und zentrale Ergebnisse der Broschüre. Sie gingen auch auf die dafür durchgeführte Umfrage in der muslimischen Bevölkerung der Stadt ein.

Auf dem anschließenden Podium diskutierten Dr. Hussein Hamdan (Eugen-Biser-Stiftung), Serhat Köroğlu als Vertreter der muslimischen Community, Sabina Tektas-Sorg (Gemeinderätin Neuhausen), Christine Thommen (Stadträtin Schaffhausen) und Sara De Ventura (Integres Schaffhausen).

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Dornbirn
Der Fachtag in der Stadt Dornbirn am 26. März 2026 stand unter dem Titel „Altwerden und Sterben muslimischer Bürger:innen in Dornbirn“. Rund 70 Interessierte aus Moscheegemeinden, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen kamen ins Dornbirner Rathaus.

Durch den gesamten Nachmittag führte Fatih Özçelik als Moderator. Für die Eugen-Biser-Stiftung war Stefan Zinsmeister nach Dornbirn gereist. In seinem Grußwort hob er die Bedetung des Themas Altwerden und Sterben muslimischer Menschen als Zukunftsthema hervor.

Was konkret in Dornbirn zum Thema in den letzten Monaten getan wurde, stellten Beyaz Yoğurtcu-Acar vom Runden Tisch der Muslim:innen in Dornbirn und Natascha Garvin von der Stadt Dornbirn in ihrem teils sehr persönlichen Rückblick vor. Eines der Ergebnisse ist eine Broschüre, die muslimische Bedürfnisse beschreibt und Anliegen formuliert. Die Broschüre „Generationen im Wandel - Altwerden und Sterben muslimischer Bürger:innen in Dornbirn“ ist zum Download verfügbar.

Auf dem ersten Podium des Fachtags diskutierten Hussein Hamdan (Eugen-Biser-Stiftung), Beyaz Yoğurtcu-Acar (Runder Tisch), Bürgermeister Markus Fäßler und Hüseyin Sivis (Runder Tisch) über muslimisches Leben in Dornbirn.

Ömer Kutlucan vom Runden Tisch der Muslim:innen in Dorbirn führte in seinem Impuls in den islamischen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer ein. Das zweite Podium ging dann sehr konkret auf Fragen rund am das Altwerden und Sterben muslimischer Menschen in Dornbirn ein. Dazu brachten Barbara Röser (Stadträtin für Soziales), Marion Maurer (Krankenhaus Dornbirn), Teresa Schwarz (Pflege und Sozialdienste GmbH) sowie Ülkü Demirel (Runder Tisch der Muslim:innen in Dornbirn und selbst in der Pflege tätig) ihre Sichtweisen und Erfahrugen ein.

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Stuttgart
Die Abschlussveranstaltung findet am 24. April 2026 statt.

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