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25.03.2020,

Zwischenstand: mehr als 40 Beratungen im ersten Jahr

München

In ihrem ersten Jahr hat die Islamberatung der Eugen-Biser-Stiftung mehr als 40 Fälle aus Bayern bearbeitet. Städte und Landkreise, Wohlfahrtsverbände, Schulen und andere Bildungseinrichtungen, Asylhelferkeise und Einzelpersonen haben sich hilfesuchend an die Islamberatung gewendet. Im Zentrum standen dabei nicht theologische Fragen oder konfliktträchtige Themen wie das Kopftuch oder Moscheebaupläne, sondern Fragen um die Gestaltung des alltäglichen Zusammenlebens.
Besonders zum Themenkomplex Gesundheit, Pflege und Sterben haben sich die Anfragen gehäuft, weshalb die Islamberatung Runde Tische einrichten wird. Hier soll beispielsweise eine Patientenverfügung erarbeitet werden, die muslimische Bedarfe abdeckt und bisher fehlt. Zudem plant die Islamberatung ein Vernetzungstreffen, bei dem Best-Practice-Beispiele aus ganz Bayern vorgestellt werden und sich die Akteure kennenlernen können. Kommunen fragen vor allem Fortbildungen über muslimische Lebenswelten in Bayern und nach konkreten Gestaltungmöglichkeiten von gesellschaftlicher Teilhabe an. Hier wird die Islamberatung ihr Angebot ausweiten und entsprechende Fortbildungen bedarfsorientiert entwickeln.
Die Fragestellungen und Erfahrungen aus den Beratungen werden am Ende der Projektlaufzeit im Jahr 2021 in einer Handlungsempfehlung zusammengefasst.